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Beitrag 91
Figuren: Albin - Buligin
Castorp
Castorp
Castorp
Castorp - Chauchat
Chinese - Holger
Holländer - Miklosich
Mylendonk - Paravant
Peeperkorn - Schweizer
Settembrini - Sohn
Stöhr - Zimmermann
Ziemßen
Kollektivbezeichnungen
und Statisten

       Spuren im „Zauberberg“: Theodor Agrippa d`Aubignés, Selbstbiographie (1630)

In seinem Testament bekennt d´Aubignés, daß er einen unehelichen Sohn hat. Um das Erbgut seiner Kinder zu bewahren,schloss er keine zweite Heirat, sondern suchte „die Gesellschaft von Jacqueline Chayer …, welche, nicht ohne große Überredung, von mir einen Sohn bekam, geboren und auferzogen zu Nancray in Gâtinois und getauft in der Kirche zu Gergeau. Ich ließ ihn Nathan heißen und gab ihm den Zunamen Engibaud, erstlich durch den Vornamen, der sich umkehren läßt, anzeigend, daß man ebenso den Zunamen umkehre und also den Namen des Vaters finde“ (Aubignés, S.  457, 17 – 25).

Daraus ergeben sich folgende Überlegungen:

1.       Thomas Mann kannte die Stelle. Die Selbstbiographie von Agrippa d`Aubignés  befindet sich in derselben Ausgabe wie Platters Lebensbeschreibung, einer Quelle des „Zauberbergs“: „Erlebnis und Bekenntnis.  Eine Sammlung von Selbstbiographien “ , erschienen in München  1911 im Martin Mörikes Verlag.

2.       Wieder wird unsere Vermutung bestätigt, dass Thomas Mann den Nachnamen Castorp aus der Geschichte Lübecks auswählte, weil er rückwärts gelesen eines der konzeptionsleitenden Worte ergab,  nämlich „Brotsack“.

3.       Umgekehrt ergibt sich der Hinweis, den Märchennamen und „hanseatisch“ gefärbten Vornamen Hans auf „Weiterungen“ zu untersuchen.  Die Mutter von Nathan heißt „Jacqueline“. Auch hier  taucht wieder der Stamm „Jakob“ auf, der uns auf anderem Wege schon bei Hans einleuchtete.  Hans gehört zum Stamme „Jakob“, seine Verwandten Ziemßen (Giacomo) und Tienappel  (James) ebenfalls. Naphta (Naftali, 1. Mose 35, 25) passt dazu. Settembrini als „Siebenfrost“ und "Brotsack" (Castorp) stehen mit den sieben Hungerjahren der Josefsgeschichte in Ägypten in Beziehung (1. Mose 41 ff.). (1)

4.       Der Nachname der Mutter Chayer hat  die Anfangsbuchstaben mit Chauchat gemeinsam, die bei Chauchat noch verdoppelt sind. Immerhin könnte damit erklärt werden, warum die Romanfigur Chauchat französisch spricht,  einen französischen und nicht etwa einen russischen Nachnamen hat. Darauf macht Thomas Mann eigens aufmerksam: „Von Hause aus hat sie einen anderen Namen, einen russischen und keinen französischen, einen auf –anow oder –ukow, ich habe ihn schon gewußt und nur wieder vergessen; wenn Sie wollen, erkundige ich mich danach; es gibt sicher mehrere Personen hier, die den Namen kennen“ (Fräulein Engelhart, Zb 209, 4 – 8). (2) Mit der „ehelichen Gebundenheit“ nimmt es auch Chauchat bekanntlich nicht so genau (Zb 209, 8 – 23). Spricht man Ch wie K aus (wie z.B. in Chamäleon)  kommen wir bei Chayer zum französischen „cahier“, dem Schreibheft in der Schule.Damit ist eine sachbezogene Verbindung hergestellt zwischen Chauchat und der Tatsache, dass sie und Pribislav Hippe einen Crayon haben (Zb 505, 12; 187, 33 – 188, 3; 737, 1). Die Schulgeschichte kann so vom Namen Chayer angeregt sein.

 Anmerkungen:

1.   Vgl. Beitrag: Spuren im "Zauberberg":  Gottfried Keller „Züricher Novellen“ (1878) …; Beitrag: Hans Castorps Vetter Joachim und die Geschichte Israels. Natürlich denkt man sofort an Thomas Manns "Joseph und seine Brüder".

2.    Die Zahlen in Klammern (Seite, Zeilenangabe) verweisen auf Thomas Manns Der Zauberberg, Bd. 5/1(Textband) -2(Kommentarband) – M. Neumann - der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe, S.Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002.
Abkürzung:  Zb.   Hervorhebungen durch Fettdruck vom Autor.

Veröffentlichung:  13.06.09
Autor:  Gerhard Adam

 

 

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