Inhaltsverzeichnis
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Beitrag 89 - Teil 1
Beitrag 89 - Teil 2
Beitrag 90
Beitrag 91
Figuren: Albin - Buligin
Castorp
Castorp
Castorp
Castorp - Chauchat
Chinese - Holger
Holländer - Miklosich
Mylendonk - Paravant
Peeperkorn - Schweizer
Settembrini - Sohn
Stöhr - Zimmermann
Ziemßen
Kollektivbezeichnungen
und Statisten

          Spuren im „Zauberberg“: Conrad Ferdinand Meyer, Novellen und Aufsätze

In der Novelle „Der Schuss von der Kanzel“ sendet Vikar Pfannenstiel dem mit ihm verwandten General Wertmüller seine Dissertation über die Symbolik der Odyssee zu (CFM I 71, 24 – 28). (1) Auch Wertmüller ist der Odyssee zugeordnet: Es ist sein „Lieblingsgedicht“, das er eigenwillig interpretiert (CFM 72, 17 – 41). Wertmüller besitzt zudem eine Ausgabe der Odyssee, die Georgius Jenatius , also Jörg Jenatsch gehörte (CFM 73, 19). 

Beim Besuch des Generals will Pfannenstiel seine „Liebesverzweiflung“ nicht verraten und gibt vor, „ wie ihn über dem Studium der Odyssee ein unwiderstehliches Verlangen ergriffen, die Heimat Homers, die goldene Hellas kennenzulernen. Da er keinen andern Weg wisse, seine Wanderlust zu befriedigen, sei ihm der Gedanke gekommen, sich bei dem Herrn (sc. dem General) für die Feldkaplanei seiner venezianischen Kompanie zu melden, die ja in den griechischen Besitzungen der Republik stationiere“ (CFM I 75, 15 – 24).

 „Ich bin der letzte“, sagte er (sc. Wertmüller), „der einem jungen Menschen eine gefährliche Karriere widerriete! Aber er muß dazu qualifiziert sein. Euer Knochengerüste, Freund, ist nicht fest genug gezimmert. Der erste beste relegierte Raufbold von Leipzig oder Jena wird meinen Kerlen mehr imponieren, als Euer Johannesgesicht. Schlagt Euch das aus dem Kopfe … Das beste ist, Ihr bleibt zu Hause . .. Wozu sind die Geleise bürgerlicher Berufsarten da, als daß Euresgleichen sie befahre? Ihr wißt nicht, welcher Schenkelschluß dazu gehört, um das Leben souverän zu traktieren. Steht ab von Eurer Laune!“ (CFM I 75, 27 – 41).

Der Kandidat Pfannenstiel will wegen seiner Liebe zu Rahel weg, Castorp will wegen der Liebe zu Chauchat bleiben. Wie Wertmüller rät auch Settembrini angesichts der mangelnden „Qualität“ seines Gesprächspartners Castorp ab:  

„Ich dringe in Sie: Halten Sie auf sich! Seien Sie stolz und verlieren Sie sich nicht an das Fremde! Meiden Sie diesen Sumpf, dies Eiland der Kirke, auf dem ungestraft zu hausen Sie nicht Odysseus genug sind. Sie werden auf allen Vieren gehen, Sie neigen sich schon auf Ihre vorderen Extremitäten, bald werden Sie zu grunzen beginnen, - hüten Sie sich!“ (Zb 375, 15 – 21). (2)

Settembrini vergleicht bei seiner „parallelen“ Antwort Castorp mit Odysseus. Wertmüller erwähnt in seiner Antwort den Namen Odysseus nicht, obwohl es die Bitte Pfannenstiels direkt nahelegt. Der General bevorzugt den Vergleich mit sich („Schenkelschluß“ beim Pferd).   Das lässt uns fragen, ob nicht nur der Vergleich mit Odysseus, sondern auch die Erweiterung um Kirke hier zu finden ist. Wie ein Pferd geht ja auch ein Schwein „auf allen Vieren“ und wird von Kirke „traktiert“. Aber es gibt gewichtigere Indizien dafür, dass sich Kirke auf unsere Novelle zurückführen lässt.

Rahel bittet ihren Patenonkel Wertmüller, Pfannenstiel die Feldkaplanei auszureden. Sie ängstigt sich: „Liest man nicht von häufigen Schiffbrüchen im Adriatischen Meere?“ (CFM I 81, 35 f.). Hier können wir unter dem Eindruck des Kontexts an Odysseus und seine Seeabenteuer denken. Ist diese Stelle der Ausgangspunkt für die Einführung Kirkes?  Schon früher hatten wir den Beinamen Kirkes „Aiaia“ zur Erklärung des Vornamen Adriatica der Oberin von Mylendonk herangezogen.    (3) Das „Adriatische Meer“ steht so nicht nur hinter dem Namen „Adriatica“, sondern auch hinter Kirke. Zudem findet der Name Mylendonk hier eine Basis: Im Wappen Wertmüllers, der sich selbst als „Müller“ bezeichnet, ist ein „plebejisches Mühlrad“ (CFM I 77, 32 f.). Neben dem Adriatischen Meer wird auf Schiffbrüche verwiesen. „Donk“ hat einen maritimen Bezug. (4)  

In der Novelle „Die Hochzeit des Mönchs“ lässt sich ein Element der „Hujus - Geschichte“ (Zb 84, 1 – 86, 32) nachweisen.  Auf dem Wege zum Sterbesakrament der kleinen Hujus trägt ein Mann ein goldenes Kreuz mit Laternen voran „wie den Schellenbaum vor der Janitscharenmusik“ (Zb 84, 15 ff.). Die Bezeichnung „Schellenbaum“ wird besonders herausgestrichen durch eine Bemerkung Castorps, der dies für unpassend hält (Zb 84, 28 ff.). Wie kommt es zu diesem Vergleich?

Nach dem turbulenten Sterben des alten Vicedomini, Vaters des Mönches Astorre (CFM I 190, 17 – 192, 8), wirft sich der Narr Gocciola vor die Füße des neuen Herrn „und huldigte ihm, nicht um wie die andern Verlängerung seines Dienstes sich zu erbitten, sondern seinen Abschied und die Erlaubnis, den Stand zu wechseln, denn er sei der Welt überdrüssig, seine Haare ergrauen und es stünde ihm schlecht an, mit der läutenden Schellenkappe ins Jenseits zu gehen. Mit diesen weinerlichen Worten bemächtigte er sich der abgeworfenen Kutte, welche das Gesinde zu berühren sich gescheut hatte. Aber sein buntscheckiges Gehirn schlug einen Purzelbaum und er fügte lüstern bei: „Einmal möchte ich noch Amarellen essen, ehe ich der Welt und ihren Täuschungen Valet sage“(CFM I 193, 36 – 194, 6).

 Die Verbindung Sterben und Schellen ist hier schon hergestellt. (5) Schellenkappe wird durch Schellenbaum ersetzt. Die „Kappe“ nimmt der Priester ab, als Joachim ihn grüßt (Zb 85, 14 f.).  Die ausführliche Betonung, dass Joachim beim Gruße keinen Hut zum Abnehmen hat (Zb 85, 3 – 9), geht auf den ebenfalls beim Sterben des Vicedomini anwesenden Tyrannen von Padua Ezzelin zurück, der nie einen Hut trägt: „Ezzelin neigte das Haupt bei der Nennung der höchsten Macht (sc. des Kaisers); er konnte es nicht entblößen, da er dasselbe, wenn er es nicht mit dem Streithelm bedeckte, überall, selbst in Wind und Wetter, nach antiker Weise bar trug“ (CFM I 240, 16 – 19). Als Ezzelin der Hochzeitsbarke auf der Brenta zuwinkt, kentert diese, als die Insassen zurückgrüßen (CFM I 178, 27 – 40). Dass Castorp gerne einen Hut trägt, lässt sich zwar darauf zurückführen, dass Castorp zunächst mit einem der beiden antiken Dioskuren verglichen wird (Castor und Pollux, Zb 327, 9f.), aber das lateinische Wort  castor,oris auch „Biber“ heißt: Es wird damit auf den bekannten Kastorhut (Castorhut) angespielt, den Vorläufer des Zylinders.(6)

Castorp wird also über Castor mit diesem "Biberhut" in Verbindung gebracht. Peeperkorn trägt nun ebenfalls einen Hut (Zb 931, 6 ff.). Sein Name wurde von uns auf "Biberkorn" zurückgeführt (vgl. Beitrag "Mynheer Pieter Peeperkorn"). Auch er soll also auf den Castorhut und damit auf Castorp verweisen.  

„Die Feldmusik der germanischen Leibwache des Vogtes ritt in zwei Reihen, beide vier Rosse hoch, über die Brücke, den ganzen Menscheninhalt derselben auseinanderwerfend und gegen die steinernen Geländer pressend“ (CFM I 212, 36 – 40). Die Enge der Brücke führt zum Schauplatz „Korridor“ und zum Stehen Joachims an der Wand (Zb 85, 11). Die Feldmusik der germanischen Leibwache wird zur Janitscharenmusik (7).

Die Geschichte der kleinen Hujus ist ein gutes Beispiel dafür, wie es Thomas Mann gelingt, aus verschiedenen Quellen etwas  Neues zu schaffen: Auf dem Korridor werden Motive von Meyer verwendet, im Zimmer Motive von Keller und Huch. (8)

Die Novelle „Jürg Jenatsch“ ist Quelle für die bekannte Geschichte der „überfüllten“ Frau Zimmermann (Zb 463, 7 – 466, 26).

Der junge Wertmüller, Adjutant Herzog Heinrichs (CFM I 511, 5 f.), zeichnet sich in seiner Vaterstadt Zürich (CFM I 512, 41) durch „allerlei physikalischen Hokuspokus“ aus (CFM I 557, 35 f.). Der Bezug zu einem Arzt ist bei ihm gegeben: „Hokuspokus“ ist „eine volkstüml. Nachbildung der relig. Formel bei der Wandlung hoc est corpus meum „dies ist mein Leib“ (9). Zum Beweis der Untreue von Jenatsch überfällt Wertmüller einen „Wunderdoktor“ (CFM I 515, 13) und „Quacksalber“ (CFM I 515, 14 f.).

 Während eines „kurzen Urlaub(s) nach Zürich“ berichtet Wertmüller an seinen Vetter in Mailand über das Zusammentreffen zwischen Jenatsch und dem Herzog. Er schildert die Herzogin:

„Für die Herzogin, deren poetischer Schwung allen Verstand übersteige, sei es eine Wonne gewesen. Sie habe schnatternd auf dem Tränenmeer herumgerudert wie die Enten im Teiche. – Jetzt arbeite sie daran, einen würdigen Schlußakt herbeizuführen nach dem Muster der gegenwärtig in Paris Furore machenden Komödie, deren Autor einen Vogelnamen – etwas wie Dohle oder Krähe (sc. Corneille) – trage und die einen ganz ähnlichen Gegenstand behandle“ (CFM I 467, 3 – 9).

 Die „überfüllte“ Frau Zimmermann macht „um sich zu amüsieren, einen Ausflug nach Zürich, - es lag kein anderer Grund vor für diese Reise als der des Amüsements(Zb 465, 21 ff.).(10)

 Ein Arzt in Zürich, „ein netter, komischer junger Mann“, überfüllt sie. Behrens macht „ein komisches Gesicht“ (Zb 466, 3), mit seinem Anschreien sei er „am allerkomischsten“ (Zb 466, 6). Möglicherweise findet Frau Zimmermann die Lebensgefahr, in die sie durch ihre Überfüllung geraten ist, „furchtbar komisch“ (Zb 466, 17). Castorp heißt für sie „so komisch“ (Zb 464, 17). Ihre Geschichte ist „das Komischste“ (Zb 465, 9).

 Frau Zimmermann ist eine von Behrens „Lungenpfeiferchen in ihren Käfigen“ (Zb 463, 2 f.) und „Zeisige(n)“ (Zb 463, 8). Castorp hat den Eindruck, dass sie aus „dem Unverstand ihres Vogelhirns perle, trillere und tiriliere“ (Zb 466, 19 f.). Sie ist „eine Gans in Folio“ (Zb 466, 24 f.).  

 Frau Zimmermanns Spiel mit dem Namen Castorp (Zb 464, 16 f.) wird angeregt („Dohle oder Krähe“) und der komödiantische Charakter der Szene.

 Warum heißt die „Überfüllte“ Zimmermann? In seinem Aufsatz „Kleinstadt und Dorf um die Mitte des vorigen Jahrhunderts“ (CFM II 590 – 618) berichtet Meyer über den Stadtphysikus J. G. Zimmermann von Brugg und seinen Freund Salomon Geßner: Diesem „Idyllendichter kommt das Verdienst zu, Zimmermann zu dem ausgelassensten Gelächter seines Lebens gebracht zu haben. Geßner, in Schinznach von einer heftigen Kolik befallen, ließ ihn zu sich rufen. Zimmermann eilte mit beklommenem Herzen hin, aber kaum hatte er mit dem Kranken ein paar Worte gewechselt, als dieser den Ausdruck seines Leidens mit verzweifelten Sprüngen und sprechenden Gebärden so toll karikierte, daß der Arzt und der Patient nicht aus dem Lachen kamen“ (CFM II 615, 17 – 25).

Die Patientin Frau Zimmermann kann Hände und Füße nicht ruhig halten (Zb 464, 25 – 28; 463, 33 – 464, 3; 464, 19: „strample“). Sie lacht (Zb 463, 21 f.28.31; 464, 1.7.30; 466, 4.8.13.21: “lachlustige“ und „haha, hihi“).

Es lassen sich also folgende Entsprechungen feststellen:
1.       Ausflug nach Zürich: Wertmüllers kurzer Urlaub in Zürich.
2.       „Arzt“ in Zürich:  Wertmüller
3.       Überfüllen in Zürich:  Wertmüllers „physikalischer Hokuspokus“.
4.       Vogelattitüde der Überfüllten: Herzogin im Brief Wertmüllers.
5.       Wortspiel mit Namen Castorp: Vogelnamen im Brief.
6.       Verhalten von Behrens: Zimmermann „mit beklommenem Herzen“.
7.       Lachen und Gestik der Überfüllten: Geßner, Vergleich mit Komödie im Brief.
8.       Name der Überfüllten: Zimmermann. 

 Die Schulepisode im 2. Kapitel des „Jürg Jenatsch“ hilft bei der Ausgestaltung des Verhältnisses Ellen - Holger (CFM I 369, 7 – 371, 7; Zb 998, 11 – 25). (11)

1.       Die kleine Lukrezia besucht in der Schulstube Jörg Jenatsch, um ihm etwas zu essen zu bringen. Holger, Ellen und Schule werden  zusammengebracht (Zb 998, 19 – 25; 1003, 15 f.).

2.       „Ein zweimaliges, dreimaliges Klopfen“ ist an der Eichentüre zu vernehmen: Lucrezia klopft draußen an und kommt herein. Bei der spiritistischen Sitzung geschieht „auf einmal ein schwerer Faustschlag gegen die Tür“ (Zb 1008, 18 f.). „Da schlug es krachend mitten auf den Tisch, wiederum wie mit voller Faust und gleichsam um klarzustellen, daß auch der erste Schlag nicht von außen, sondern von innen gefallen war“(Zb 1008, 22 – 25).

3.       Lucrezia geht auf Jürg Jenatsch zu (FCM I 370, 2 f.). Holger weist Castorp an, „quer durch sein Zimmer zu gehen“ (Zb 1008, 15 f.).

4.       „Dieser (sc. Jürg Jenatsch) saß, eine fremdartige Erscheinung, unter seinen fünfzehnjährigen Altersgenossen, die er um Haupteshöhe überragte. Seinem braunen Antlitz gaben die düsteren Brauen und der keimende Bart einen fast männlichen Ausdruck und seine kräftigen Handgelenke ragten weit vor aus den engen Ärmeln des dürftigen Wamses, dem er längst entwachsen war. Beim Eintreten der Kleinen überflog eine dunkle Schamröte seine breit ausgeprägte Stirn. Er behielt eine ernste Haltung, aber seine Augen lachten“ (CFM I 370, 5 – 12).
Sie (sc. die Teilnehmer der Sitzung) blickten auf Elly, deren stilles Verhalten allen gleichzeitig auffällig geworden war. Sie saß, die Fingerspitzen bei hängenden Handgelenken auf der Tischkante an ihrer Stuhllehne, den Kopf zur Schulter geneigt, die Augenbrauen empor -, das Mündchen aber, verkleinert, etwas nach unten gezogen, mit einem ganz kleinen Lächeln" (Zb 1008, 29 – 1009, 2).

5.        Lucrezia bringt Jürg Jenatsch gedörrtes Fleisch (FCM 370, 16). Ellen spricht „ein leicht gebrochenes Deutsch mit kleinen typischen Lautfehlern, wie >>Fleich<< statt >>Fleisch<<" (Zb 993, 26).

6.       Lucrezia fasst Jenatsch bei der Hand, „als fände sie bei ihm Schutz und Hilfe“ (CFM I 370, 22 f.).Holger ist „etwas wie ein Schutzgeist der kleinen Ellen“ (Zb 998, 15).

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