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Figuren: Albin - Buligin
Castorp
Castorp
Castorp
Castorp - Chauchat
Chinese - Holger
Holländer - Miklosich
Mylendonk - Paravant
Peeperkorn - Schweizer
Settembrini - Sohn
Stöhr - Zimmermann
Ziemßen
Kollektivbezeichnungen
und Statisten

Gegen „Bankdiebe“ erweist sich nach Pergolas Meinung der Staatsanwalt als „Monomane“. Piselli , der über Blà die Kasse der Herzogin ausräubert, „stellte sich vornehm vor einen lackierten Paravent“ (I 185, 28). Anknüpfend an die französische Aussprache kommt Thomas Mann durch eine andere Schreibweise (a statt e) zum Wort „par – avant“. Fasst man „Par“ als Abkürzung zu „Paragraf“ auf, „avant“ als „vor“ oder „Stürmer“, ergibt sich als passende Assoziation bei einem Staatsanwalt etwa „Paragrafenhengst“.

 Lady Olympia beantwortet die Frage, woher sie kommt: „Von Zypern, aus Skandinavien, aus Spanien – beinahe überallher!“ (II 1128, 5 f.). Chauchat antwortet auf Castorps Frage, wohin sie am nächsten Tage reise, sehr vage (Zb 512, 17 – 29). Nach ihrer Rückkehr gibt sie Castorp die Auskunft, dass sie „überall“ war, in Moskau, Baku, deutschen Bädern, Spanien (Zb 844, 22 – 27).

„Was hinderte die Selbstverdauung des Magens, die sich bei Leichen in der Tat zuweilen ereignete?“ (Zb 427, 3 f.) – eine Fragestellung aus Castorps gekauften Büchern (Zb 415, 4 f.). Auch Properzia hat dies gelernt: „Ich habe Anatomie gelernt und weiß, daß nach dem Tode oft der Magen sich selbst verzehrt“ (II 54, 2 f.).

Der Grieche Polypraxios hatte „beim Faschingsfest durch die Wohlgestalt seiner Beine berechtigtes Aufsehen erregt“ (Zb 627, 13 ff.; 494, 29 f.). Nino behauptet „hübsche Beine“ zu haben (II 160, 2f.; 161, 13).

Giovanni heißt Nino, der Sohn von Frau Gina Degrandis, ursprünglich (II 110, 21 f.). Settembrini nennt Castorp beim Abschied „Giovanni“ (Zb 1080,3): Ein zweiter Name kann ein „zweites Leben“ für eine Romanfigur bedeuten.

Der „hinkende Diener“ (I 233, 29f.; 234, 26; 240, 17; II 89, 17) ist im „Zauberberg“ der „hinkende Concierge“ (Zb 15, 24: 75, 14; 114, 26 f.: 639, 14.26).(16)

Don Saverio singt plastisch (III 106, 20). Der Dichter Jean Guignol spricht „in plastischen Versen die Bilder aller dieser Fabelwesen“ (III 136, 13 f.; Zb 99, 1.3; 152, 3; 447, 8).

Der Hausjude Rustschuk (I 81, 20; 85, 3; 135, 10; 140, 1; 158, 2; 159, 10; III 1f.; 62, 30; 63, 11) tanzt „störrisch verzerrten Gesichts“ (III 197, 9 f.). „Es kamen, greisenhaft störrisch, noch immer die gleichen Aufforderungen (sc. Nino soll ihm die Herzogin verschaffen) aus seinem (sc. Rustschuks) Munde“ (III 177, 6 ff.). Frau Stöhrs „Gesichtsausdruck“ ist „störrisch unwissend“ (Zb 68, 21; 120, 26 f.; 263, 31). Ihr „Gesicht war im Genusse verzerrt“ (Zb 480, 17).

Das „Gesicht der Alten (sc. der Oberin) ruhte elfenbeinfarben im Frieden ihrer weißleinernen Flügelhaube“ (I 113, 2 f.; zur elfenbeinernen Levi: Zb 78, 32 f.; 107, 17 f.; 170, 21; 192, 11 f.; 293, 29; 547, 13; 638, 30 f.; 952, 28; 1009, 17 f.; 1010, 11 ff.; Zb 1018, 5; 1022, 20 f.)

Die Herzogin erweckt (im Traume) den längst verstorbenen Asclitino, Grafen von Aversa, „kraft ihrer Sehnsucht“. Sie ersteigt den Berg und kommt zu ihrer Traumburg. „Er (sc. Asclitino) gab ihr so viel Ruhe, daß sie ohne Schreck, ja ohne besonderen Nachdruck aussprechen konnte: >>Es heißt nun bald sterben. << Sie war in angenehmer Erwartung eines neuen Spieles, das Sterben hieß, einer noch nicht getragenen Maske und einer unbekannten Erregung. Der Tod trat in ihren Geist wie in einen Zaubergarten; die glänzende Luft darin machte ihn blühend und leicht. Sie wünschte sich einen Vorgeschmack von ihm“ (III 213, 28 – 35).Schon als Castorp das Husten des todkranken Herrenreiters hört, bekommen „seine reisemüden Augen einen erregten Glanz“ (Zb 25, 33 f.; vgl. auch 168,4 ff.; 448,4 f.; 449, 3 – 7; 459, 16 f.). „Berg“ und „Zaubergarten“ lassen Raum für den Begriff „Zauberberg“ (Zb 1075, 10).

 Auch in den „Göttinnen“ gibt es eine „Schneefahrt“ (III 217, 6 – 29). Die Herzogin und Castorp kommen durch die Erfahrung des „Nichts“ (III 217, 21; Zb 728, 1) zu einer „Justierung“ des Todes in ihrem Leben (III 217, 29; auch 234, 5 – 22; Zb 748, 3 - 28).

Anmerkungen:

 1.       Heinrich Mann, Die Göttinnen. Die drei Romane der Herzogin von Assy. Fischer Taschenbuch Verlag, 1987. I. Band: Diana (Band 5925), II. Band: Minerva (Band 5926), III. Band: Venus (Band 5927). Abkürzungen: I, II, III.
Der Brief ist (teilweise) abgedruckt unter „Materialien“: I, S. 344 f.
2.       Der Vorname Jakobus taucht an sehr vielen Stellen auf. Der volle Namen Jakobus Halm: I 224, 6; 266, 34; II 11,8; 129,15 f. 
3.       Die Zahlen in Klammern (Seite, Zeilenangabe) verweisen auf Thomas Manns Der Zauberberg, Bd. 5/1 (Textband) -2 (Kommentarband) – M. Neumann - der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe, S.Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002. Hervorhebungen durch Fettdruck vom Autor. Abkürzung: Zb.
4.       Die Zahl selbst wird oft genannt (II 84, 19; 106, 2f.; 121, 9f.; 122, 2 – 7; 123, 22 – 32; 124, 27; 127, 27 ff.).
5.       Weitere Berührungspunkte: Settembrini schäkert mit einem wildfremden Mädchen (Zb 97, 4 – 11), was Castorp geniert (Zb 101, 3 f.). Dabei hat Settembrini (in Teilbereichen) die Moral gepachtet (z. B. Zb 447, 8 ff.). Siebelind gehört einem „Bund zur Bekämpfung der Unsittlichkeit“ an (II 46, 22; vgl. Settembrinis Bund: Zb 371, 6 f. 18f.). Trotzdem läuft er Lady Olympia nach. Sie hält ihn für „unglaublich geistreich“ (II 131, 7f.) mit seinem Spott über Mortoeil (II 129, 24 – 130, 35). Settembrini äußert sich „boshaft“ etwa über Mylendonk (Zb 95, 23 – 96, 23). Er ist ein „Oppositionsmann“(Zb 156, 9; 227, 29). Dolan zu seiner Tochter Clelia: „Er (sc. Siebelind hat ein konträres Kunstempfinden, aber mein Schwiegersohn (sc. Mortoeil) hat gar keines, er hat nichts als ein geläufiges literarisches Urteil …“ (II 143, 19 ff.). Vergleichbar ist hier die merkwürdige Ansicht Settembrinis über die Musik: „Ich hege eine politische Abneigung gegen die Musik“ (Zb 174, 3 f.; 175, 27 f.; 285, 5 ff.). Joachim: “Sie betrachten die Sache ja von einem höheren Standpunkt, Herr Settembrini, sozusagen als Schriftsteller …“ (Zb 174, 25 ff.).
6.        Zum Folgenden schon Beitrag Spuren im „Zauberberg“: Gottfried Keller, Züricher Novellen (1878). Vgl. zur Figur „Hans Castorp“ Kommentarband, S. 67 -69.
7.       Xavier Léon – Dufour, Wörterbuch zum Neuen Testament, WBG Darmstadt 1977, S. 234.
8.       Vgl. die Beiträge: Dr. Edhin Krokowski; Hans Castorps Freundin Clawdia Chauchat. Englische Wörter: „Ocean streamships“ (Zb 12, 6; 15,7; 104, 33 f.); „Cold - cream“ (Zb 23, 12);„go on“ (Zb 24, 26); „too rich, wie die Engländer sagen“ (Zb 94, 13 f.)
9.       Vgl. Beiträge „Jack London, Martin Eden (1909)“ und „Jack London, König Alkohol (1913)“.
10.   Der Ausdruck “Jack of the clock” findet sich bei Shakespeare, King Richard II, V.5.60. Anm.20: „Die mechanisch bewegte Figur, die auf älteren Glockenuhren bestimmte Zeitabstände durch Hammerschläge anzeigte. Der Ausdruck besitzt negative Assoziationen wegen der geläufigen Bedeutung von Jack‘niedriger, gemeiner Kerl, Lump‘ (Schmidt 2). In: Englisch-Deutsche Studienausgabe der Dramen Shakespeares, King Richard II, A. Francke AG Verlag Bern, 1980, S. 245.
11.   Etwa „Concise Oxford English Dictionary“, Oxford University Press, 11.Auflage 2006.
12.   Stellen zu Della Pergola: I 195, 3; 25 f.32.33; 196, 25; 197, 8.26; 198, 7f.; 200, 30; 205, 10; 206, 11; 211, 30; 212, 32; 213, 20; 214, 5; 232, 3; 248, 20.25.34; 249, 8.32; 250, 15; 251, 11.15; 252, 15.29; 254, 13; 255, 19; 260, 29; 264, 3; 265, 3.6. Der Name Pergola unterstreicht das Stichwort Paravent. „Pergola“ bezeichnet eine „Laube, Laubengang aus Pfeilern u. Säulen, meist von Schlingpflanzen umrankt“, „Paravent“ ist ein „Wind- oder Ofenschirm, span. Wand (frz., eigtl. „gegen den Wind“): Wahrig, Deutsches Wörterbuch, 7.Aufl. 2002, S.966 und 957.
13.    Das Wort „Seelenzergliederung“ legt also schon die Vorlage nahe, auch die damit verbundene Spitze gegen die Psychoanalyse. Der Begriff selbst dürfte aus der Übersetzertradition Platons/Aristoteles stammen.
14.   Vgl. Kommentarband, S. 290 f.
15.   Stellen zu Fatme: I 51, 21; 53, 31; 54, 4; 57, 28; 58, 5.9.15.24.27; 59, 9. 27; 96, 9.11.19; 97, 29.31; 98, 24.
16.  Der Leser fragt sich natürlich mit Recht, ob es einen Diener in der Literatur gibt, der nicht hinkt (außer Fiete). Urtyp dafür ist Hephaistos in Homers „Ilias“.

 Veröffentlichung: 11. 09. 11
Autor:  Gerhard Adam

 

 

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