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Figuren: Albin - Buligin
Castorp
Castorp
Castorp
Castorp - Chauchat
Chinese - Holger
Holländer - Miklosich
Mylendonk - Paravant
Peeperkorn - Schweizer
Settembrini - Sohn
Stöhr - Zimmermann
Ziemßen
Kollektivbezeichnungen
und Statisten

Das Verfahren vor dem Duell läuft in traditioneller Weise ab. Trotzdem lassen sich spezielle Gemeinsamkeiten entdecken:  

Naphta: „Ich hoffe, daß Ihre zivilen Grundsätze Sie nicht hindern, zu wissen, was Sie mir schuldig sind, sonst wäre ich gezwungen, diese Grundsätze durch Mittel auf die Probe zu stellen, die – „ (Zb 1057, 6 ff.). // Fliederbusch: „Man wird uns auf den Klageweg verweisen. Bedenken Sie doch, ein liberales, ein demokratisches Blatt! Das Pack schlägt sich ja nicht. Egon: So werden Sie den Kerl eben ohrfeigen“ (FuF 325, 25 – 28).

 Naphta: „Ich bin Ihnen im Wege, Sie sind es mir, - gut denn, wir werden den Austrag dieser kleinen Differenz an den gehörigen Ort verlegen“ (Zb 1057, 10ff.). //  Fliederbusch: „ Weil die Welt für uns beide – für mich und Herrn Fliederbusch – nicht Raum hat“ (FuF 355, 12f.; 361, 36f.).  

 „Der Treffpunkt (sc. zum Duell) war von Hans Castorps Erfindung. Es war der malerische, im Sommer blau blühende Ort seiner Regierungs-Zurückgezogenheit“ (Zb 1063, 23 – 26).// „Genau an demselben Platz, wo der Graf Niederhof vor sieben Jahren den Baron Napador totgeschossen hat“ (FuF 343, 29f.; 352, 24 - 27).

 Naphta „war ja außer Rand und Band mit seinen Vorschlägen. Er verlangte fünf Schritt Distanz und dreimaligen Kugelwechsel, falls es nötig sein sollte“ (Zb 1062, 9ff; später reduziert auf einen Kugelwechsel, fünfzehn Schritte, fünf Schritte vor beim Schuss (Zb 1062, 31 – 1063, 2). // Dreimaliger Kugelwechsel, dreißig Schritt, fünf Schritte (FuF 343, 23f.; 354, 19).

 Naphtas Sekundant Wehsal überbringt die Bedingungen. Settembrinis Sekundant Ferge und Castorp sind entsetzt. „Wehsal zuckte die Achseln, wortlos andeutend, daß eben die radikale Situation vorliege“ (Zb 1062, 27f.).
Der Graf zu Fink: „Und dreimaliger Kugelwechsel? Na, hören Sie – was haben denn Sie für Sekundanten, Herr Fink? Fliederbusch einfach mit Haltung: „ Ich selbst war es, der auf diesen Bedingungen bestehen mußte. Graf:  Aber Sie erlauben schon, Herr Fink, das find‘ ich doch etwas übertrieben.“ (FuF 354, 22 – 27). 

 Herr Albin besaß „noch ein Zwillingspaar in den Samt eines gemeinsamen Etuis gebetteter Offizierspistolen“ (Zb 1063, 7ff.) //Wöbl  auf den Pistolenkasten deutend : „Funkelnagelneu! – Ein schönes Paarl! Haben‘ s gleich versiegeln lassen“ (FuF 342, 3f.). 

Es sollte nach den vorhergehenden Ausführungen keine Frage mehr sein, dass Thomas Mann „Fink und Fliederbusch“ als Quelle benützt hat. Ein kleiner "Beleg" sei noch angefügt:

Bei den Verhandlungen mit dem Grafen über eine Umwandlung der Wochenblatt „Die elegante Welt“ in eine Tageszeitung soll ein neuer Titel gefunden werden. Der Chefredakteur Satan schlägt „Fromme Seelen“ oder „Die christliche … oder ganz einfach – Die katholische Welt“ vor (FuF 320, 8 ff.; 323, 7). Zu den Programmpunkten des neuen Blattes „gehört unter anderem auch die Bekämpfung des Duellunfugs“ (FuF 346, 19ff.). Für den „Zauberberg“ stellt sich auf diesem Hintergrund der Gedanke ein, dass sich ein Jesuit ja nicht duellieren darf. Thomas Mann hat dies gesehen (Zb 1052, 16: „Ex-Jesuit“). 

 Anmerkungen:

 1.      Thomas Manns Der Zauberberg, Bd. 5/1 (Textband) -2 (Kommentarband) – M. Neumann - der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe, S.Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002.
Hervorhebungen durch Fettdruck vom Autor. Abkürzung: Zb.
2.       „Fink und Fliederbusch“ in: Arthur Schnitzler, Komödie der Verführung. Zeitstücke 1909 – 1924, Aufl. 2002 (1961), S. 271 – 380), Fischer Verlag Frankfurt am Main ( Ausgewählte Werke in acht Bänden, hrsg. von Heinz Ludwig Arnold). Abk.: FuF.
Weitere Duellvarianten bei Schnitzler: In „Leutnant Gustl“ stirbt der Gegner in der Nacht vorher. In „Freiwild“ verweigert der Zivilist Paul Rönning Oberleutnant Karinski ein Duell und wird von diesem auf offener Straße niedergeschossen. In „Liebelei“ bekommt Fritz eine Duellforderung wegen einer längst vergangenen Affäre mit einer verheirateten Frau.
In „Das weite Land“ bringt sich Korsakow, der sich in Hofreiters Frau verliebt hat, aber „leider“ nicht ihr Geliebter war, nach einem „amerikanischen“ Duell (Billardkugeln) um. Wegen der Klage des Hotelgastes Serknitz über das Ausbleiben der Wäsche steht der Hoteldirektor Aigner „selbstverständlich in jeder Weise zur Verfügung“.  In kürzester Form („feig“) zwingt der ständige Ehebrecher Hofreiter den Liebhaber seiner Frau Genia, Marine-Fähnrich Otto von Aigner, dazu sich mit ihm zu duellieren.
Vgl. auch die Beiträge: Karl Immermann, Die Epigonen (1836); Gottfried Keller, Der grüne Heinrich (2. Fassung 1879/80; Knut Hamsun, Pan (1894); Arthur Schnitzler, Der Weg ins Freie (1908); Arthur Schnitzler, Erzählungen.
3.       Wenn sich die Fürstin als „sehr matinal“ bezeichnet (FuF 334, 32), erreicht sie die Höhe der Wortwahl von Frau Stöhr. Ein weiterer Bildungsschnitzer von Frau Stöhr, „Agonje“ (Zb 451, 30), lässt sich auf den Titel „Agonie“ im Einakter-Zyklus „Anatol“ Schnitzlers zurückführen. 

Veröffentlichung:   26.08. 12
Autor:   Gerhard Adam

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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