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Figuren: Albin - Buligin
Castorp
Castorp
Castorp
Castorp - Chauchat
Chinese - Holger
Holländer - Miklosich
Mylendonk - Paravant
Peeperkorn - Schweizer
Settembrini - Sohn
Stöhr - Zimmermann
Ziemßen
Kollektivbezeichnungen
und Statisten

                           Fritz Rotbein und Schwester Berta (Alfreda Schildknecht)

 Fritz Rotbein ist „der Sohn eines Koburger Puppenfabrikanten“ (Zb 165, 11). (1). Schon der Name soll darauf hinweisen, dass Fritz Rotbein Jude ist. (2) Die bekannten Klischees: „mit großen Händen, großer  Nase und große Ohren“ (Zb 460, 20) wirken aufgesetzt. Er hat`s mit dem Darm (Zb 165, 12f.). (3) Auch die anderen Attribute passen:  Fritz ist Sohn eines Fabrikanten. Er ist „Kaufmann, und in dieser Richtung lagen seine Interessen, solange er eben am Leben war “ (Zb 460, 30ff.). Die „trockene(n) Sachlichkeit seiner Denk- und Sprechweise“ wird hervorgehoben (Zb 461, 32f.).  Obwohl ihm „nur noch eine ganz kurze Weile beschieden war“ (Zb 459, 23f.), denkt er an Geld:  Eine mögliche Operation ist für ihn mit der Frage verbunden, „ob das eine irgendwie lohnende Anlage sein werde“ (Zb 461, 20f.).  Der eigene Körper wird zur taxierbaren „Ware“. (4)

Diese holzschnittartige forcierte „Typisierung“ fordert dazu auf, Fritz Rotbein als Stellvertreter für den „Idealtyp“ eines Juden zu sehen.

Wer damit gemeint ist, wird uns in seinem personalen Umfeld deutlich: Zweimal wird der Leser darauf aufmerksam gemacht, dass Rotbeins Betreuerin Schwester Berta „in Wirklichkeit  Alfreda Schildknecht“ heißt (Zb 806, 25; 441, 7).  Fügt man die ersten Teile der Nachnamen Rotbein und Schildknecht zusammen, erhält man den Namen des „jüdischen Kapitalisten“ schlechthin:  Rothschild.

 Von hier aus wird die große Perspektive Rotbeins auf den europäischen  Wirtschaftsverkehr erklärbar, auf „Export“, „Wagenladungen“,“ Postsendungen“, „Engrosmärkte von Paris und Berlin und die Versorgung Rußlands“ (Zb 460, 25 – 30).  

 Rotbeins Vater „hatte ihn (sc. Fritz) zu seiner Ausbildung nach England geschickt“ (Zb 460, 33). Nach England geht in jungen Jahren der dritte Sohn von Mayer Amschel Rothschild, Nathan Mayer . (5)

Als „Puppen“ können die fünf Söhne von Mayer Amschel  Rothschild bezeichnet werden, die in den verschiedenen Hauptstädten Europas  wie Marionetten zusammenwirken: „Jede nur einigermaßen bedeutende Operation ward nach einem verabredeten Plane und mit vereinten Anstrengungen geführt “. (6) 

Warum „leiht“ Berta Schildknecht einen Teil ihres Nachnamen Fritz Rotbein? Diese Zusammenführung lässt vermuten, dass auch auf Bertas Seite eine den Rothschilds entsprechender Bedeutungshorizont zu erwarten ist.

Ohne großes Nachdenken wird man hier unter den reichsten Familien der wilhelminischen Zeit suchen und nach einem  wirtschaftlichen Schwergewicht: Krupp als Exponent der Schwerindustrie passt zum Exponenten der Hochfinanz Rothschild. Dies wird von den Namen her bestätigt: Der Vorname von Rotbein „Fritz“ und die „doppelten“ Vornamen „Alfreda/Berta“ der  Krankenschwester stimmen mit den Vornamen des Unternehmers Friedrich (=Fritz) Alfred (=Alfreda) Krupp (1854-1902) und dessen ältester Tochter Bertha (=Berta) überein. (7) Der Dynastie Rothschild wird die Dynastie Krupp zur Seite gestellt. Die Affinität mag auch die Ortsbezeichnung „Koburg“ bestätigen: Die letzte Silbe rückwärts gelesen ergibt „grub“ = Krupp“, „ko/co“= „Kompagnon“.

Der Skandal um Friedrich Alfred  Krupp könnte zudem thematisch  Anstoß für einen merkwürdigen Einschub an unserer Stelle sein.  Joachim und Hans Castorp überlegen, ob man Rotbein wegen seines Geschlechts überhaupt Blumen mitbringen könne. Dies wird bejaht, weil „Rotbeins Geschlecht  durch seinen finalen Zustand ausgeglichen werde“ (Zb 460, 8ff.). Zwischen 1899 und 1902 pflegte Friedrich Alfred Krupp die Wintermonate auf Capri zu verbringen. Dort soll er homosexuelle Neigungen ausgelebt haben. (8) Sein Tod machte dieses Thema obsolet.

 Nun geht es sicher nicht darum, eine reiche jüdische Familie und eine reiche nichtjüdische Familie namhaft zu machen. Näher kommen wir dem Sinn, wenn wir nach dem inneren Vergleichspunkt  zwischen Schwester Berta und Bertha fragen.     

 Bertha Krupp soll  Namensgeberin gewesen sein für eine damalige Superwaffe der „Waffenschmiede“ Krupp, den Mörser  „Dicke Bertha“. Schwester Bertas besondere Aufgabe auf dem „Zauberberg“ ist es, die Moribundi zu betreuen (Zb 165, 27ff.). Es ergibt sich eine makabre Pointe: Die „Dicke Bertha“ Krupp „fabriziert“ Moribundi, die Schwester Berta pflegt sie. (9)

Von hier aus wird uns  die Bedeutung des Wortes „Puppenfabrikant“ klar.

Der Begriff „Puppe“ wird im damaligen Sprachgebrauch  auch für „Statue“ verwendet. (10) Ein „Puppenfabrikant“ fabriziert  Statuen, hier aber in dem Sinne, dass er die Aufstellung von Statuen bewirkt . Mit anderen Worten: Rothschild und Krupp, mit deren Namen sich insbesondere die Finanzierung von Krieg (Kriegskredite) und Waffenproduktion („Kanonenkönig“) verbinden, sorgen gemeinsam dafür, dass Statuen von Gefallenen aufgestellt werden. (11)

 „Puppenfabrikant“ lässt  auch die Deutung zu, dass es sich hier um eine Persönlichkeit handelt,  zu dessen Ehren Statuen aufgestellt werden. Ein solcher  „Puppenfabrikant“ ist der Dichter Friedrich Rückert ( 1788 – 1866). Dafür sprechen folgende Anhaltspunkte:

 1.       Friedrich Rückert lebte in Koburg einige Jahre (1820-1826). Statuen von ihm wurden errichtet  in Coburg-Neuses, Schweinfurt, Erlangen (Rückert-Brunnen) und anderswo.
2.       Rückert ist dem „Zauberberg“ bekannt (Zb 824, 27f.; 899, 1f.; 925, 24ff.). (12)
3.       Rückert ist für den  Aufbau einer preußischen Flotte gegen die Dänen eingetreten. Nach der Hochzeit  seiner  Tochter Anna  dichtet er:
                             „Da nun ein Töchterchen ist ausgesteuert,
              Sei auch zur deutschen Flott‘ ein Scherfchen beigesteuert!“ (13)
Ein Dampfschiff auf dem Main wurde nach Rückert benannt (1850). (14) Wenn man „Puppe“ (fälschlicherweise) etymologisch von  lat. puppis: „Hinterteil, Schiff, Rücken “ ableitet, ist Rückert also auch  „Schiffsfabrikant“. Dies würde eine Verbindung zu Krupp herstellen.
4.       Blumen spielen in Rückerts Gedichten eine bedeutende Rolle (15). Daraus erklärt sich das Motiv der Blumen -die als verderbliche Ware natürlich auch die Schnelligkeit des Verkehrs betonen-  beim  Besuch des moribunden Rotbein (Zb 460, 3 – 30). 
5.        Von Rotbein erzählt Schwester Berta  den Vettern auf dem Korridor: „Und nicht den Rücken dürfe man kehren … Neulich, was glaubten die Herren (sc. Castorp und Ziemßen), komme sie von einem kurzen Ausgang zurück, nichts als ein wenig Zahnpulver habe sie sich besorgt, und finde den Kranken in seinem Bette sitzend“ mit „heimischen Leckerbissen“ (Zb 165, 17 - 23). Die Auslassungspunkte sind ein Signal für den Leser zu erhöhter Aufmerksamkeit.  Hier liegt eine Art „Tmesis“ vor, also eine Trennung (Rücken – kehren) des Namens „Rückert“. Mit solchen Wortspielen hatte es  Rückert als Übersetzer zu tun: „Die Auflösung der verschiedensten rhetorischen Rätsel – wie die Herstellung von Chronogrammen aus sinnreichen Versen oder „das spinnwebige System“ der so beliebten Namensrätsel“  finden sich in einem indo-persischen Lehrwerk, das Rückert übersetzte . (16) Der Übersetzer Rückert wird von Thomas Mann durch dieses Wortspiel selbst zum „Opfer“ seines übersetzten Textes gemacht. 
6.        Rückert hatte zeitlebens Probleme mit der Verdauung und Darmkrebs wurde diagnostiziert.

Woher kommt die für den Leser überraschende  Konzeption Thomas Manns, den Nichtjuden Krupp mit dem Juden Rothschild  in einen Topf zu werfen und die nichtjüdische Rüstungsindustrie mit jüdischem Kapital zu "kontaminieren"? Natürlich ist allgemein an die Verflechtung jüdischer Finanzwirtschaft mit der Realwirtschaft im Wilhelminischer Zeit zu denken und an ihren Einfluss auf die Politik.

 Unser Text aber stellt zudem auf die Konfession ab: Die Krankenschwester Berta  ist keine „normale“ Krankenschwester, sondern eine protestantische Diakonissin  (Zb 457,2; 806, 31). Die religiöse Differenz zwischen Juden und Christen wird damit herausgestellt . Um die Quelle zu klären, sind wir wieder auf das zentrale Wort „Puppe“ in unserer Szene angewiesen. 

 In Lübeck gibt es eine Brücke über die Trave („Die äußere Holstenbrücke“), die „Puppenbrücke“ genannt wird. (17). In dem frühen  Gedicht  Heinrich Manns „Auf der Puppenbrücke“ wird das Treiben der „Juden beider Confession“ (sc. des Alten und Neuen Bundes = Christen) auf dieser Brücke gegenüber der Börse drastisch geschildert. (18)

Folgt Heinrich Mann in seinem Gedicht einer Vorlage Heinrich Heines, der die Frankfurter Börse (=  Zentrum der Rothschilds) beschreibt, dann hätte schon Heinrich Mann bei dem „Juden erster Confession“ Rothschild im Blick. (19) 

 In die „christliche“ Position der „Juden zweiter Confession“  setzt  Thomas Mann (statt eines Börsianers wie Heinrich Mann) verdeckt die Tochter Bertha des  Rüstungsindustriellen Krupp  in Gestalt der potestantischen Diakonissin Berta ein. Die „christlichen“ Unternehmer passen sich den jüdischen Praktiken an, „da dies eben die Perspektive war, die sich ihr (sc. Schwester Berta, den Unternehmern) einzig eröffnete“ (Zb 462, 11f.).   Wie in Heinrich Manns Gedicht „assimiliert “sich so der Christ (Krupp) dem  Juden (Rothschild) durch seine gewinnbringenden, aber über „Puppen“ gehenden Geschäfte und „depraviert“ zum „Juden erster Konfession“ mit dessen Gott „Mammon“.   Die Führungsrolle dabei hat der Jude: Entsprechend wird Fritz Rotbein von der „christlichen“ Diakonissin Berta (Alfreda Schildknecht) „bedient“.

Wie kommt der Christ aus dieser „Verführung“ heraus?

Die eine Möglichkeit ist, dass sich der Jude selbst verändert, d.h. sich wie viele zur damaligen Zeit taufen lässt (moderne Fortsetzung: „Judenmission“). Thomas Mann  lässt frelich den Juden Fritz Rotbein sterben. 
 Die andere Möglichkeit ist, dass der Christ "unbeirrt" an christlichen Werten festhält. Dies könnte eine Antwort auf die Frage sein, warum Thomas Mann  Friedrich Rückert in die Szene einbaut. Das einzige Gedicht Rückerts , das es in die Kirchengesangbücher geschafft hat, ist  „Dein König kommt in niedren Hüllen“. Der jüdische Gott „Mammon“, der zum Kriege treibt, wird durch den armen „Friedensfürst“ Christus ersetzt, ein Jude mit christlichen Ansichten. Nun soll ein Johannes Christoph Zahn ab 1889 eine Sammlung von 8806 Melodien des evangelische Kirchengesanges herausgegeben haben. (20) Aus diesem Fundus von Zahn holt die Diakonissin für sich „ein wenig Zahnpulver“ (Zb 165, 19). Die sechste Strophe dieses Liedes ist ein schöner Friedensappell in dieser "geschundenen Zeit", nachdem der alte Friedrich Barbarossa („Fritz Rotbart“) in Rückerts Gedicht immer noch schläft (Zb 166, 9).     


Anmerkungen:

 1.       Die Zahlen in Klammern (Seite, Zeilenangabe) verweisen auf Thomas Manns Der Zauberberg, Bd. 5/1 (Textband) -2 (Kommentarband) – M. Neumann - der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe, S.Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002. Hervorhebungen durch Fettdruck vom Autor. Abkürzung: Zb.
2.       Bei der zwangsweisen Übertragung jüdischer Namen in deutsche wurden neben anderen Bereichen (Pflanzen, Tiere, Wohnorte u.a.) auch Farben verwendet. Für den schnellen Überblick: Peter Waldbauer, Lexikon der antisemitischen Klischees. Antijüdische Vorurteile und ihre historische Entstehung, 2007, Mankau-Verlag, S. 13 – 16.
3.        So ist die Jüdin Kunigunde Rosenstiel  im „Doktor Faustus“ „tätige Mitinhaberin eines Darmgeschäftes“ (S. 420) , einer „Wurstdarmfabrik“ (S. 421).  Rüdiger Schildknapp hat „Darmkatarrhe“ (S. 464): Thomas Mann, Doktor Faustus, S. Fischer Verlag, Frankfurter Ausgabe 1980.
4.        Diese Attribute (Beruf, sachliches Denken, Kostenüberlegungen angesichts des nahenden Todes) werden nur durch den Kontext  zu  jüdischen Merkmalen.
5.        Richard Ehrenberg, Grosse Vermögen Band I: Fugger – Rothschild – Krupp, 3. Unveränderte Aufl. 1925 (2. Aufl. 1905, 1. Aufl. 1902), Jena, Verlag G. Fischer, S. 58f.; allgemein zur Dynastie Rothschild s. Wikipedia s.v. „Mayer Amschel Rothschild“.
6.       Friedrich Gentz über die Rothschilds, Zitat in: Ehrenberg, a.a.O., S. 151.; wikipedia s.v. Ehrenberg, a.a.O., S. 187.
7.       Wikipedia s.v. „Friedrich Alfred Krupp“.
8.       Zum „Capri- Skandal“ Wikipedia; zum „Zauberberg“ allgemein: Karl Werner Böhm, Die homosexuellen Elemente in Thomas Manns „Der Zauberberg“ (1985), in: Thomas Mann ,Neue Wege der Forschung, hrsg. von Heinrich Detering und Stephan Stachorski, WBG 2008, S. 60 – 79.
9.       Die „Wohlfahrtseinrichtungen“  Krupps (auch ein Krankenhaus) unterstreichen diesen Bezug: Ehrenberg,a.a.O., S. 204; Franz Josef Brüggemeier, Die Krupp’schen Krankenanstalten (1870 – 1914), Verlag Murken-Altrogge 1990, S. 9: „Anlaß für die Gründung des Krankenhauses ( sc. zunächst eines„Baracken-Lazaretts“ )war der deutsch-französische Krieg 1870/71“.
10.   So etwa: „Aus 50 Jahren Erinnerungen des Fürsten Philipp zu Eulenburg-Hertefeld“, Verlag Paetel, Berlin, 1923, S.61: Eulenburg dokumentiert dort die Einstellung der „herrschenden Klasse“ zur Kunst:  >>Was hat Friedrich Wilhelm IV. mit all seinen Museen und Puppen (Statuen) erreicht? – 1848!<< .
11.   Mit einer „Puppe“ wird auch der tote Großvater verglichen: Zb 47, 9f.
12.   Vgl. Kommentarband, a.a.O. , zu den angegebenen Stellen.
13.   Schimmel , Annemarie: Friedrich Rückert. Lebensbild und Einführung in sein Werk, Herder Taschenbuch Verlag 1987, S. 57f.
14.  Schimmel, Friedrich Rückert, S. 60.
15.   Vgl. Annemarie Schimmel, „Meiner Wünsche Blumengarten“ Friedrich Rückerts Anverwandlungen orientalischer Gartenpoesie. Verlag Ergon  2011 (Mitschrift eines Festvortrags 2000); Friedrich Rückert, Gedichte, hrsg. von Walter Schmitz, Reclams Universal-Bibliothek  Nr. 3672, 2005 (1988).
16.    Schimmel, Friedrich Rückert, S. 81 (Haft Qulzum, „Siebenmeer“).
17.   Zur „Puppenbrücke“ Lübecks s. Wikipedia .
18.   Vgl. dazu  Rolf Thiede, Stereotypen vom Juden. Die frühen Schriften von Heinrich und Thomas Mann, 1998, Metropol Verlag Berlin (Reihe Dokumente, Texte, Materialien/ Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin; Bd.23). Dort ist ein Teil des Gedichts abgedruckt mit eingehender Interpretation (S. 47 – 52): mit Hinweis auf Bernt M, Kraske, Heinrich Mann als Herausgeber der Zeitschrift  Das Zwanzigste Jahrhundert, S. 9f.
19.   Thiede, a.a.O., S. 49, Anm. 106.
20.   Wikipedia s.v. „Johannes Christoph Zahn“.

Veröffentlichung:  13.12.12                      
Autor: Gerhard Adam

 

 

 


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